Rebecca Reusch -Ein Jahr danach! Staatsanwalt meldet sich zu Wort!

Ein Jahr ist es her, seitdem das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca Reusch bundesweit für Aufsehen gesorgt hat. Auch heute ist nicht eindeutig klar, was genau mit der jungen Frau passiert ist. Hintergründe und Motive sind auch weiterhin ein Rätsel. Der ermittelnde Staatsanwalt geht nicht mehr davon aus, Rebecca lebendig zu finden. Gestern wurden neue Fakten zu dem Fall veröffentlicht.

Rückblick: Nachdem Rebecca das Wochenende bei ihrer Schwester und ihrem Schwager (damals 27) verbracht hat, verschwindet die junge Frau am Morgen des 18. Februar 2019 aus dem Haus in Berlin-Neukölln. Nachdem die 15-Jährige auch der Schule fernbleibt, meldet ihre Familie sie als vermisst.

Eine Suchaktion wird von den Angehörigen gestartet, Rebeccas Eltern treten im Fernsehen auf, um auf das Schicksal ihrer Tochter hinzuweisen. Besonders die Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ erzeugte starke Aufmerksamkeit für den Fall in der Öffentlichkeit.

Leider ist die Suche nicht von Erfolg gekrönt: Am 21.2.2019 wird seitens der Polizei eine Vermisstenanzeige herausgebracht und bereits am 23.2.2019 wird der Fall Thema bei der Mordkommission. Der Schwager von Rebecca wurde im Zuge dieser Untersuchungen am 28. Februar 2019 festgenommen, jedoch bereits drei Tage später erneut entlassen. Auch eine weitere Festnahme von Rebeccas Schwager musste nach kurzer Zeit aufgrund mangelndem dringendem Tatverdacht aufgehoben werden.
Der ermittelnde Staatsanwalt Martin Glage (54) geht inzwischen davon aus, dass Rebecca das Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers nicht lebend verlassen hat. In einem Interview mit der Bild-Zeitung sagt er hierzu: „Das ist die kriminalistische Erfahrung, die wir hier berücksichtigen müssen“. Nachdem die Tat bereits ein Jahr zurückliege und umfangreiche Ermittlungen geführt worden seien, hätten die Ermittler „keine Hoffnung mehr, dass Rebecca noch lebt“, so Glage weiter.

In diesem Interview wurden erstmals neue Fakten zu dem Fall Rebecca veröffentlicht. Hierbei sind Unklarheiten bei der Zeugenaussage von Rebeccas Schwager deutlich geworden. Weiterhin wurde bekannt gegeben, dass Rebecca noch am Morgen ihres Verschwindens ein Selfie an eine Freundin verschickt hatte. Die Antwort der Freundin konnte jedoch bereits nicht mehr zugestellt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung des Hauses von Rebeccas Schwester und ihrem Schwager zeigten keine konkreten Hinweise auf eine Gewalt- oder Straftat, weshalb der dringende Tatverdacht gegenüber Rebeccas Schwager nicht mehr aufrechterhalten werden konnte.

Über ungewöhnliche und skurrile Hinweise aus der Bevölkerung spricht Glage ebenfalls in dem Interview. Es habe ebenso Hinweise von Wahrsagern, die mittels Wildschweinen den Fundort von Rebecca Leiche ermittelt haben wollen, sowie Meldungen über Sichtungen der 15-Jährigen gegeben. Der Staatsanwalt betont hierzu die Gefahr bei Öffentlichkeitsfahndungen.

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