Welttag der Sozialen Gerechtigkeit: Es gibt noch viel zu tun!

Seit 2007 ist der 20. Februar der Welttag der Sozialen Gerechtigkeit. In den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen für das Jahr 2030 ist festgehalten „niemanden zurückzulassen“. Leider ist dieses Ziel noch in weiter Ferne. Zwar ist die Ungleichheit gemessen an dem Pro-Kopf-Einkommen global gesehen rückläufig, so geht der Unterschied zwischen Arm und Reich in zahlreichen Ländern weiter auseinander. Viele Menschen fühlen sich abgehängt, die Grund dafür sind zahlreich.

Herkunft, Alter, Geschlecht, Sexualität, körperliche Einschränkung und Glaube sind auch heute immer noch Gründe, um Menschen von der sozialen Teilhabe fernzuhalten. Auch in Deutschland entscheiden diese Faktoren für viele Menschen, welche Chancen sie in ihrem Leben erhalten. Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit soll jedes Jahr auf diese Missstände nicht nur auf globaler, sondern auch auf nationaler Ebene hinweisen.

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer des römisch-katholischen Hilfswerks MISEREOR, sagt hierzu: „Wenn wir erkennen, dass nachholende Entwicklung oder Sozialpolitik als Verteilung von Wirtschaftswachstum nicht mehr ausreichen, dann muss soziale Gerechtigkeit neu ausbuchstabiert werden, brauchen wir modernere Konzepte auch im Lichte der ökologischen Herausforderungen unserer Zeit.“

Insbesondere im Hinblick auf Entwicklungszusammenarbeit nennt Spiegel die soziale Gerechtigkeit einen zentralen Faktor, „um Armutsbekämpfung und sozial-ökologische Transformation zusammenzuführen“. Hierbei sieht er auch die Politik in der Handlungspflicht, um zu verhindern, dass ärmere Bevölkerungsgruppen nicht zu Benachteiligten dieser Umgestaltung werden. Spiegel betont ausdrücklich die Notwendigkeit der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele.

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