Wegen mildem Winter: Kein Eiswein im Jahrgang 2019

Für viele Winzer zu hohes Risiko

Der Winter 2019/2020 geht bereits jetzt in die Geschichte ein, denn es ist der erste Winter, in dem nicht ein einziger deutscher Winzer einen Eiswein in den Keller gebracht hat. Grund dafür ist der besonders milde Winter, denn in keinem der insgesamt 13 Weinbaugebiete Deutschlands ist die notwendige Mindesttemperatur von minus sieben Grad Celsius erreicht worden.

Der Komplettausfall kommt nicht vollkommen überraschend: Nur 50 Winzer in Rheinland-Pfalz mit insgesamt 42 Hektar Rebfläche meldeten diese für eine mögliche Eisweinlese an. In der vergangenen Saison waren es noch rund 683 Winzer mit 584 Hektar. Da in 2019 die Erträge gering ausfielen, wollten wohl zahlreiche Winzer nicht das Risiko eingehen, die Trauben bei ausbleibender Kälte zu verlieren.

Bereits in vergangenen Jahren war deutscher Eiswein ein seltenes Gut. Beim Jahrgang 2018 konnte an insgesamt acht Weinbaugebieten eine Eisweinlese stattfinden, beim 2017er Jahrgang waren es sogar nur sieben.

Eiswein ist eine Spezialität, bei der die natürlich gefrorenen Trauben sofort nach der Ernte gekeltert werden, wodurch der Most besonders konzentriert und süß ist. Durchschnittlich kommen nur 10 Prozent der ursprünglich für die Eisweinlese vorgesehenen Trauben in die Flasche, der Rest wird Opfer der Witterung oder selektiv herausgeschnitten.  

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