Robin Hood der Kleinanleger: Fuchsgruber zu 4 Jahren Haft verurteilt

Schuldig in 195 Fällen

Saarbrücken. Wirtschaftsdetektiv Medard Fuchsgruber ist schuldig in 195 Fällen der Urkundenfälschung und Untreue. Das entschied das Landesgericht in Saarbrücken. Der 55-Jährige wurde zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Fuchsgruber war geständig, weshalb das Strafmaß trotz des hohen Schadens relativ mild ausfiel. 

Bundesweit war der Mann aus Ottweiler bekannt als “Robin Hoof der Kleinanleger”, da er über Jahre hinweg Sparern dabei geholfen hat an ihr Geld von Finanzhaien zu kommen. Aufgrund einer finanziellen Notlage entschied sich Fuchsgruber jedoch 2013 selbst für ein Leben in Kriminalität.

So hatte der 55-Jährige beispielsweise bei einem Fall, bei dem es um Geld von Anlegern eines Hochrisikofonds einer Augsburger Bank ging, größere Mengen des Geldes einbehalten. Allein hier wurden 600.000 Euro veruntreut. Insgesamt entstand ein Schaden von einer knappen halben Millionen Euro.

Der Verteidiger von Fuchsgruber betonte in einem Plädoyer, dass der jetzt 55-Jährige zum damaligen Zeitpunkt schwer erkrankt war und die Kontrolle verloren habe. Fuchsgruber habe nicht aus Gewinnsucht gehandelt. 

 

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